GOIN’ SAD war zunächst eine fast ausschließlich Duisdorfer Formation. Die meisten Mitglieder gingen auf dem dortigen Helmholtz-Gymnasium zur Schule. Die genaue personelle Besetzung ist zwar nicht mehr bekannt, fest steht aber zumindest, dass ursprünglich


             Joachim "Yoki" Mentzel (rg, voc),
             Rolf "Rolli" Rollman (b),
             Jürgen Niepelt (key) und
             Roland "Firo" Fischer (dr)

mitspielten.



Das spielte die Gruppe in ihrer Frühphase.


Roland Fischer , der in Rheinbach wohnte, stellte dort auch den Übungsraum zur Verfügung. Dort übte GOIN’ SAD jeden Samstag. Die drei Brüder von Roland Fischer übernahmen das Management der Band: Einer fuhr den Band-Bus, die beiden anderen waren als Roadies tätig.



                                                         

Die Band spielte viel in Bonn und Umgebung, trat aber auch in weiter entfernten Orten auf. Die Teilnahme an Beat-Meisterschaften war selbstverständlich.


                                                          


Auf dem obigen Plakat ist zu sehen, dass auch ein "Odo" mitspielte. Hierbei handelte es ich um

             Norbert "Odo" Odorinsky ,

unter dessen Einfluss die Band schon früh auch längere, auf Improvisationen gestützte Jazz-Rock Stücke spielte.

 

Goin' von links nach rechts: Joachim Mentzel, Norbert Odorinski , Roland Fischer und Rolf Rollmann


GOIN’ SAD war mit der Bonner Band PROUD FLESH die erste Band, die bei der Eröffnung des „Underground“ in Bad Godesberg-Muffendorf am 4. Oktober 1969 auftrat.



                                                                                                                                                            
                                                  



Odo, Rolli, Firo und Yoki im "Underground"


Derselbe Ort, dieselbe Besetzung, nur von vorn


"Goin' Sad" goin' mad im "Underground"



Die Besetzung der Gruppe änderte sich. Für den zur Bundeswehr einberufenen Joachim Mentzel kam von der Rheinbacher Formation „Troop“


             Wolfgang Niedecken (voc, g)

hinzu. Des Weiteren spielten nunmehr mit:

             Monika Frickenstein (voc),
             Hein Pelzer (b, fl) und
             Karl Nücken (key, voc).

Als einziges Gründungsmitglied blieb Roland Fischer   am Schlagzeug dabei.


                       

In dieser Besetzung spielte GOIN’ SAD nicht nur im Vorprogramm der in Nordrhein-Westfalen tourenden britischen Gruppe „Renaissance“, der neuen Band des ehemaligen Yardbirds-Sängers Keith Relf, sondern ging auch ins Studio, um erste Plattenaufnahmen zu machen. Das Ergebnis war eine EP mit dem Titel „Bonner Beat Bands“, auf der neben GOIN’ SAD auch die Gruppen MAGIC SPIRIT und TAKE 5+2 vertreten waren. GOIN’ SAD steuerte den Titel „Satin rose“ bei. Diese EP ist insbesondere bei BAP-Fans ein gesuchtes Sammlerstück, da es sich hier um die erste Schallplatte handelt, auf der Wolfgang Niedecken mitspielte.


                                              

                              



Nach dem Intermezzo bei GOIN’ SAD und der beschriebenen Schallplattenaufnahme verließ Wolfgang Niedecken die Band, um später BAP aus der Taufe zu heben.


Ab Mitte 1970 spielte GOIN’ SAD in der Besetzung

             Hans-Günter Boddin (g, voc),
             Karl Eichwald (b),
             Karl Nücken (key) und
             Roland Fischer (dr) .

In dieser Aufstellung spielte GOIN’ SAD diverse Auftritte in Bonn, Rheinbach, Meckenheim und im Ruhrgebiet. 1972 löste sich die Band auf.

Die Leute heute:

JOACHIM MENTZEL

lebt in Bonn.
 
HANS-GÜNTER BODDIN

(rechts eine Aufnahme Anfang der 70er)

lebt in Bonn.


(...und hier eine neuere:)


 
WOLFGANG NIEDECKEN

gründete die Kölsch-Mundart-Rockband "BAP"
und lebt in der Eifel.



Copyright: Tina Niedecken
                                      MONIKA FRICKENSTEIN

                                            ist Lehrerin in Istanbul.

                                        NORBERT ODORINSKY

                                                         ist verstorben.

                                              ROLAND FISCHER

                                                          ist verstorben.