Die  DESPERADOS  waren eine Bad Godesberger Formation und eine der ersten Beatbands im Bonner Raum überhaupt. Bevor sie die DESPERADOS wurde, waren sie  jedoch  zunächst  einmal  die "Taifuns" und  die "Beatures".                                                                                                                               Angefangen hatte alles im Jahre 1963 damit, dass die musikinteressierten Klassenkameraden und Internatsschüler 

          Hans Georg Rehse (b)
          Jonny Jasin (g) 
          Georg Krause-Wichmann (g, voc)

auf den in einem Proberaum auf Persilkartons und Aschenbecher das Schlagzeugspiel erlernenden 

               Jens Hoffmeister (dr, voc)

stießen.  
                                                                                     

 

Die DESPERADOS, hier 1962 noch als "Taifuns" - v.l.: Hans-Georg Rehse, Jens Hoffmeister, Georg-Krause-Wichmann

 

Die Desperados 1963  als BEATURES - v.l.: Jonny Jasin, Hans-Georg Rehse, Georg Krause-Wichmann

Weil er damals einen kleinen Verstärker besaß, holten sich die Jungs dann

             Mike Trösser (voc)

als Sänger in die Band, um dann sowohl den Gesang als auch beide Gitarren und den Bass über diesen einen Verstärker laufen zu lassen. Nachdem anfangs überwiegend Instrumentaltitel, insbesondere der SHADOWS, gespielt wurden, kamen im Laufe der Zeit immer mehr Gesangsstücke dazu. Bereits im März 1963 gab es den ersten Auftritt im „Rainbow Dancing Club“ (später „1600 Club“) neben dem "Bonner Bürgerverein".

 

Die DESPERADOS am 27.71963 im "Rainbow Dancing Club" bei ihrem ersten größeren Auftritt - v.l.: Mike Trösser, Hans-Goerg Rehse, Jens Hoffmeister, Georg Krause-Wichmann


Jonny Jasin verließ die Band 1964, als sein Vater, ein Diplomat, zurück nach Indonesien gerufen wurde. Als neuer Gitarrist stieg


             Werner Müller-Lankow (g, voc)

ein. In dieser Besetzung hatten sie Auftritte in kleinen Clubs, oft veranstaltete die Band eigene Konzerte („Tanztees“), wie z. B. im Mehlemer „Vulkan“.

 

Im "Vulkan" in Mehlem - v.l.: Marcel Becker, Hans-Georg Rehse, Georg Krause-Wichmann, Jens Hoffmeister


Werner Müller-Lankow verließ die DESPERADOS 1965 in Richtung THE ROW, für ihn kam


             Marcel Becker (g).


Jetzt ging man langsam auch an die größeren Sachen ´ran. 1965 spielten die DESPERADOS beim Deutschen Amateur-Beat-Festival in der Kölner Sporthalle mit. Im selben Jahr belegten sie beim Haribo-Beatfestival in der Bad Godesberger Stadthalle den 1. Platz (dafür gab es immerhin 1.000 DM - für die damalige Zeit eine Menge Geld). Der „Bus Stop“ als Auftrittsort stand immer wieder auf der Liste der Band. Am 28. März 1966 spielten sie als Vorgruppe der LORDS in Bad Godesberg bei der "RTL Musik-Parade".         

 

RTL Musik-Parade in  Bad Godesberg - Jens Hoffmeister


 Am 21. Januar 1967 standen die DESPERADOS neben DAVID GARRICK und THE CREATION im Vorprogramm der KINKS auf den Brettern des "Bonner Bürgervereins".  1968 gewannen sie in der Bad Godesberger Stadthalle  das HARIBO-Beatfestival.

 

1968 beim HARIBO-Beatfestivel in der Stadthalle Bad Godesberg - v.l.: Marcel Becker, Jens Hoffmeister, Hans-Georg Rehse, Georg Krause-Wichmann


 

Die DESPERADOS 1968 - v.l.: Hans-Georg Rehse, Georg Krause-Wichmann, Marcel Becker, Jens Hoffmeister

Als Hans Georg Rehse und Georg Krause-Wichmann 1969 Bonn in Richtung München verließen, war das Ende der DESPERADOS besiegelt.


NACHTRAG:

Jens Hoffmeister lebt in Bonn und ist Verlagsleiter

 der wöchentlichen Publikation "Schaufenster / Blickpunkt".

 
 

Darüber hinaus ist er wieder mit den DESPERADOS aktiv: