ERNST-MORITZ-ARNDT-GYMNASIUM (EMA) – Endenicher Allee 1, 53115 Bonn
Die Schule wurde Ostern 1882 von der Stadt Bonn als sechsklassige Höhere Bürgerschule für Jungen eingerichtet. Dabei handelte es sich weniger um eine Neugründung als um die Übernahme einer bereits 41 Jahre alten Privatschule: der „Kortegarn’schen Realschule“ (seit 1863; 1841 als „Kaufmännische Erziehungsanstalt“ gegründet).

Da die neue Schule unerwartet starken Zulauf fand, reichte das alte Kortegarn’sche Schulhaus an der heutigen Adenauerallee nicht mehr aus. Die Stadt Bonn als Schulträger baute ein dreigeschossiges Schulgebäude an der Doetschstraße, westlich des heutigen Opernhauses, das 1887 bezogen und einige Jahre später durch einen viergeschossigen Anbau um 16 Klassenräume, eine Turnhalle und eine Aula erweitert wurde. Ab 1898 führte die Schule den Namen „Städtisches Gymnasium mit Oberrealschule“. 1902 wurde daraus das „Städtische Gymnasium und Realgymnasium“, kurz „Städtisches Gymnasium“ genannt, dessen Ausbau bis 1905 vollendet war
.

Auf Vorschlag der evangelischen Kirche Bonn wurde die Schule 1938 nach Ernst Moritz Arndt benannt, der seine zweite Lebenshälfte in Bonn verbracht hatte.

Im Oktober 1944 zerstörten amerikanische Brandbomben den gesamten Schulkomplex. Jahrelang fand das EMA danach in der Clara-Schumann-Schule provisorisch Unterkunft. Erst 1952 konnte das heutige Schulgebäude an der Endenicher Allee nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts bezogen werden.

Die Entscheidung für Bonn als vorläufige Hauptstadt der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland und der damit verbundene Aufbau der Ministerien führte zum Zuzug zahlreicher Bundesbediensteter mit ihren Familien. Eine Folge davon war, dass das EMA 1953 von 1182 Schülern in 36 Klassen besucht wurde und geradezu „aus allen Nähten platzte“. So gingen aus dem EMA in den Jahren 1954-61 zwei neu gegründete Gymnasien hervor: das „Städtische Neusprachliche Gymnasium“ („Friedrich-Ebert-Gymnasium“/1954-56) und das „Städtische Gymnasium Tannenbusch“ (1961).

Hier spielten unter anderem die FIRESTONES, die GAMBLERS, die GUARDS und die SONS OF JOVE.
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