Dass die SEARCHERS von diesem Konzert sehr angetan waren und Bassist
Frank Allen vom Publikum regelrecht begeistert war, ist auf der offiziellen
Homepage der SEARCHERS nachzulesen. Dort hat Frank Allen Folgendes geschrieben:
„Gott sei Dank, dass wir gerne auf Reisen gehen, denn es scheint ja endlos so weiterzugehen. Gerade 2 Wochen nach unserer Rückkehr aus Las Vegas unternahmen wir jetzt eine Reise nach Bonn in
Deutschland, um in einem der kleinsten Auftrittsorte zu spielen, den wir seit langer Zeit gesehen haben. Es war ein Beat Club von sehr bescheidener Größe, in welchen sie es schafften, 200 Leute
hineinzustopfen. Die Kunden standen bis draußen vor der Eingangstür.
Die Bühne war gerade mal imstande, uns und unser Equipment aufzunehmen und es erinnerte uns sehr daran, was wir vor 4 Jahrzehnten zur Verfügung hatten, mit einem minimalistischen Mischpult und
weniger Ausrüstung als
dem, was wir schon seit langer Zeit gewohnt sind. Die Alarmglocken hätten läuten sollen, aber es gab keinen Grund zur Sorge. Diese Nacht entwickelte
sich zu einem der erfreulichsten ausländischen Abenteuer, das wir seit geraumer Zeit erlebt hatten, mit einer „Crowd“, die so enthusiastisch war, wie
man es sich nicht besser hätte wünschen können.
Die Spielzeit für uns war wirklich eng, weil es dort eine Lärmschutzauflage gab, die es uns nicht gestattete, länger als bis 10 Uhr zu spielen.
Die Ansprachen lokaler Würdenträger begannen bereits sich in unser kurzes
Zeitfenster von einer Stunde hineinzuschneiden und wir beendeten dann unsere Show um 2 Minuten nach 10 Uhr, während das Ordnungsamt bereits
draußen vor der Tür mit den Dezibel-Messgeräten stand – das ist wirklich wahr !
Die Leute riefen laut nach Zugabe, welche wir sehr gerne auch gegeben hätten, wenn die Umstände okay gewesen wären. Aber leider, wir wagten es nicht, auch
nur noch einen einzigen Ton zu singen und wir entschuldigen uns hiermit bei diesem wunderbaren deutschen Publikum dafür, dass wir sie verlassen haben, obwohl sie uns noch weiter hören wollten. Als
wir erkannten, welche Art von Anhängern wir dort vor uns hatten, packten wir unser Showprogramm so voll wie möglich mit eigenen Songs und die Resonanz der Fans zeigte uns, dass wir das richtig
gemacht hatten.
Im Anschluss daran wurde eine „post-show-party“ in einer nahegelegener Gaststätte veranstaltet, die ebenso klein war, wie der Beat Club und sehr schnell bis zur Kapazitätsgrenze gefüllt war mit den
gleichen Leuten, die gerade in unserem Konzert waren. Die Stimmung dort entwickelte sich gut und als mir irgendeiner eine Akustikgitarre in die Hand drückte, konnte ich nicht mehr widerstehen. Ich
denke, dass mittlerweile jeder weiß, wie sehr ich das gemeinsame Singen liebe.
Wir gingen durch ein Repertoire aller 50er und frühen 60er Lieder, die mir in
den Sinn kamen und es gab nicht eine Person an diesem Ort, die nicht
mitgesungen hat.
Dieser Platz war voller Lebensfreude.
Lass uns hoffen, dass wir dorthin nochmal zurückkehren können.“