BEETHOVENHALLE - Wachsbleiche 16, 53111 Bonn

Malerisch in unmittelbarer Rheinnähe neben der Kennedy-Brücke gelegen, befindet sich die BEETHOVENHALLE. Sie ist deit dem 8. September 1959 die Konzert- und Kongresshalle und damit musikalisch gesehen die "gute Stube" der Bundesstadt Bonn.

Die Halle ist die Heimat des Beethoven-Orchesters und Zentrum der regelmäßig stattfindenden Beethovenfeste; hier gastieren internationale Orchester und Künstler von Weltruf.

Sie hatte und hat aber auch eine große Bedeutung bei lokalen Veranstaltungen. In den 60ern war die Halle, die damals über einen großen Saal für ca. 2.000 Zuschauer und einen kleinen Saal („Studio“) verfügte, Schauplatz vieler Beatveranstaltungen.

rot = großer Saal / blau = Studio

Der große Sall der Beethovenhalle:

                                   Das "Studio" der Beethovenhalle

Selbst die LORDS traten dort zusammen mit PAUL KUHN auf.

 

Von den Bonner Bands spielten in der BEETHOVENHALLE die Gruppen ASSOCIATION, BEATNIKS, CARAVANS, ELECTRIC SANDWICH, FIRESTONES, GROOVY INSPIRATION, GRUPPE 27, GUARDS, ...

            Die GUARDS verpflichteten sich, in "Neptuns Reich" zu spielen.

...
HURRICANES, JAILBIRDS, LUDWIG COMBO, MOODY STONES, NIGHTSHADES, SANDY JAMES, SHAGGIES, SMILING UNDERSTATE- MENT, SPIRIT RIDERS, STONE BEATS, SUNDAY FEELING, TAKE 5, VIBRATIONS ...

                        Die VIBRATIONS im Foyer der Beethovenhalle                  

                                                                   Copyright: Bernd Becks

... die
X-RAYS.

Der
„CLUB DER OT“, Kölnstraße, feierte im „Studio“ sein 10- und 11-jähriges Bestehen unter Beteiligung u. a. der GUARDS, der CONCENTRIC MOVEMENT, der X-RAYS und der SONS OF JOVE:

Dass die BEETHOVENHALLE Austragungsort vieler Beatveranstaltungen mit zum Teil spektakulärem Inhalt war, zeigen die folgenden Zeitungsausschnitte:

Auch überregionale Bands hatten dort ab der 2. Hälfte der 60er ihre Auftritte, insbesondere bei den jährlichen Kostümfesten in der Karnevalszeit, wie z. B. im „Bunten Aquarium“, beim „Paradiesvogel“ oder in „Neptuns Reich“. Neben Bonner Bands traten hierbei u. a. die SUBJECTS aus Siegburg/Troisdorf, die SILHOUETTES aus Neuwied sowie die SHAMROCKS aus Schweden auf.

Bei einer dieser Karnevalsveranstaltungen zu Beginn des Jahres 1969 traten auch die GUARDS dort auf. Deren Bassist Walter Kettmann bediente bei den GUARDS gelegentlich auch die Posaune und Walter Stremmel übernahm dann neben dem Gesang auch den Bass. Einer der Höhepunkte dieser Karnevalsveranstaltung war der Auftritt der weit über die Grenzen der Stadt Köln hinaus bekannten „Kölner Ratsbläser“, die, wie bei derartigen Veranstaltungen üblich, bei ihrem Auftritt durch den ganzen Saal hindurch auf die Bühne marschierten. Diese Gelegenheit nutzte Walter Kettmann gnadenlos aus. Da die GUARDS gerade Pause hatten, schnappte er sich seine Posaune, schloss sich den „Ratsbläsern“ hinten an, stieg mit ihnen auf die Bühne und stellte sich irgendwo in die hinterste Reihe.

                       "Ratsbläser" Walter Kettmann von den GUARDS

Als die „Ratsbläser“ dann anfingen zu blasen, stellte sich deutlich hörbar heraus, dass irgendeiner der „Ratsbläser“ fürchterlich daneben blies. Dass es sich hierbei um den nach Tönen suchenden Nicht-Ratsbläser Walter Kettmann handelte, wurde allerdings schnell bemerkt. Er wurde der Bühne verwiesen.


zurück nach oben

Druckversion Druckversion | Sitemap
BERGERS BN-BEAT