Anlässlich des Pfarrfests der katholischen Kirche „Heilig Kreuz“ in Beuel-Limperich im Herbst 1963 spielten drei junge Gitarristen zur Unterhaltung im Saal der Gaststätte „ZUR WILHELMSHÖHE“ auf der Königswinterer Str. 204 auf. Die drei Gitarristen, Wilfried Niehaus, Dieter Hoffmann und Jürgen Krahe, kannten sich durch den Oberkasseler Gitarrenlehrer Busch. Im Verlauf des Kirchenfestes fragte einer der Gitarristen in den Saal, ob jemand bereit sei, ein Lied zu singen. Es meldete sich Hans-Georg Krahe, der sich als Mitglied des Kirchenchores „Heilig Kreuz“ eine Gesangsdarbietung zutraute. Mit dem Titel „Memphis Tennessee“ überzeugte der gerade erst 15-Jährige nicht nur das anwesende Publikum, sondern auch die drei Gitarristen von seiner Sangeskunst.

              Hans-Georg Krahe (rechts) bei seiner Gesangseinlage 1963

             anlässlich des Pfarrfests im Sall der Gaststätte "Zur Wilhelms-

                    höhe". Neben Wilfried Niehaus (links) stehen Jürgen

                                       Krahe und Dieter Hoffmann.

Daraus resultierte schnell der Vorschlag, eine Band zu gründen.

Hans-Georg Krahe hatte, mehr seinem Vater zuliebe, bis zu diesem Zeitpunkt Akkordeonunterricht erhalten. Gesucht wurde jedoch ein Bassgitarrist, was dem instrumentalen Wunsch von Hans-Georg Krahe eher entsprach, als das Akkordeon. Nachdem seine Mutter ihm heimlich das erforderliche Geld zum Erwerb einer Bassgitarre und eines Bassverstärkers zugesteckt hatte, erhielt er von Dieter Hoffmann Unterricht an der Bassgitarre. Als Wolfgang Schwipper, ein Jugendfreund von Hans-Georg Krahe, großes Interesse zeigte, bei der in Gründung befindlichen Band mitzumachen, war die Formation vollständig. Die mit vorläufigen Bandnamen wie zum Beispiel „King Beats“ übende Band bestand nun aus

          Hans-Georg Krahe (b, voc),
          Wilfried Niehaus (lg),
          Dieter Hoffmann (rg, voc) und
          Wolfgang Schwipper (dr).

Aus ersten Versuchen Hans-Georg Krahes an einem Saiteninstrument ...

... wurden bald geübte Griffe am Bass.

Hans-Georg Krahe am Schlagzeug.

Vertauschte Welt: Hans-Georg Krahe am Schlagzeug und Wolfgang Schwipper an der Gitarre.

Hier stimmte die instrumentale Zuordnung wieder, auch wenn das Bild seitenverkehrt ist.

Da waren sie noch die "King Beats": Bernhard Herpel, Jürgen Krahe,

Hans-Georg Krahe und Wolfgang Schwipper

Der Übungskeller der Band befand sich ab 1964 unter der Gastwirtschaft „Hammelrath“, Ecke Friedrich- (heute: Friedrich-Breuer-) und Hermannstraße, in Beuel-Mitte. Um die Ecke wohnte der Verfasser dieser Homepage, der gelegentlich bei den Übungsabenden dienstags und donnerstags vorbeischaute und dabei einmal der Band eine Liste mit möglichen Bandnamen aushändigte. Man entschied sich für den Namen NEW GENERATION.

Die neue Generation in ihrem Übungskeller

Hans-Georg Krahe macht den Jagger.

Die technische Ausstattung der NEW GENERATION war beachtenswert. Als Radio- und Fernsehtechniker bei der Firma Radio Stäuder (Bertha-von-Suttner-Platz, Bonn) hatte Wilfried Niehaus die Möglichkeit, schnell und preiswert an alle erforderlichen Ausrüstungsgegenstände heranzukommen, wie zum Beispiel an Gitarren (er selbst spielte eine seltene „Fender Jaguar“, Hans-Georg Krahe spielte auf einem "Hagström Coronado IV" Bass und Dieter Hoffmann auf einer "Dynacord Cora", die nur aus einem Metallrahmen bestand), an Schlagzeuge (Wolfgang Schwipper bearbeitete ein „Ludwig“-Set) oder Verstärker ("Dynacord") und Mikrophone („Beyer“). Bis auf Hans-Georg Krahe sind alle Bandmitglieder heute noch im Besitz dieser Instrumente.

Dieter Hoffmann mit seiner "Dynacord Cora"

Hans-Georg Krahe mit seinem "Hagström Coronado IV" Bass

Wilfried Niehaus mit seiner "Fender Jaguar" und vor

einem "Beyer"-Mikrophon

Wolfgang Schwipper mit seinem "Ludwig"-Set

Mit dieser hochwertigen soundtechnischen Ausrüstung konnte die transporttechnische Ausrüstung der Band nicht so ganz mithalten. Als "Band-Bus" diente nämlich ein einfacher "Käfer".

                                     Dieter Hoffmanns "Band-Bus"

Die
NEW GENERATION war eine rechtsrheinische Band, das heißt, ihre Auftrittsorte lagen fast ausschließlich im Beueler Raum. So spielte man unter anderem im Katholischen JUGENDHEIM ST. JOSEPH in Beuel-Mitte, im EV. GEMEINDEZENTRUM BEUEL-SÜD sowie auf diversen Privatver- anstaltungen, wie z. B. bei der Fa. JOKON auf der Königswinterer Str., auf Geburtstagsfeiern sowie diversen Feten.

                            Die NEW GENERATION im Evangelischen

                                      Gemeindezentrum Beuel-Süd

Der Mittelpunkt der musikalischen Aktivitäten der
NEW GENERATION blieb jedoch die eigentliche „Wiege“ der Band, die Gaststätte „ZUR WILHELMSHÖHE“, wo sie, wie auf den folgenden Fotos zu sehen ist, viele Auftritte absolvierten.

Vielleicht sollte das Geweih über der Bühne ja Glück bringen!

Wolfgang Schwipper, Wilfried Niehaus und Hans-Georg Krahe in Aktion

So stellte sich die "Neue Generation" auf der Bühne dar.

Dieter Hoffmann und Wolfgang Schwipper als Zuschauer der

VAGABONDS, die ebenfalls in der "WILHELMSHÖHE" auftraten.

Nicht ganz scharf, dafür aber bunt: Die NEW GENERATION spielt

wieder unterm Geweih in der "Wilhelmshöhe".

Diese Gaststätte, deren Saal ca. 250 Besucher fasste, lag in dem damals noch sehr ländlich geprägten Beueler Ortsteil Limperich. So gab es 1967 dort großes Aufsehen, als die Band in ihrem neuen Outfit, nämlich mit Rüschenhemden, Blümchenhosen und Beatles-Stiefeln, vom Talweg ca. 500 m zu Fuß zur „WILHELMSHÖHE“ auf der Königswinterer Straße zurücklegten und dabei mehr als nur auffielen.

Das waren die Klamotten, die in Limperich für Aufsehen sorgten.

Da es von den Blümchen-Hosen nur eine Größe gab, musste

Wilfried Niehaus bekleidungsmäßig außen vor bleiben.

Das war modisch nicht mehr zu toppen: Rüschenhemden,

Blümchenhosen + Sonnenbrillen!

Nachdem es bereits 1965 / 1966 personelle Änderungen bei der Band gegeben hatte, als kurzzeitig

          Helmuth Heck (key) und
          Bernd Krahe (voc)

mitgespielt hatten, ...

Hinten rechts mit Brille: Helmut Heck

Das Ofenrohr gehörte nicht zu Helmuth Hecks Keyboard, strahlte

aber dennoch Wärme und auch etwas Gemütlichkeit ab.

Vorne.: Dieter Hoffmann, Wilfried Niehaus, Hans-Georg Krahe -
hinten: Wolfgang Schwipper, Helmuth Heck

... kam 1968 das Ende für die NEW GENERATION, als – wie damals so viele – Hans-Georg Krahe zur Bundeswehr musste.

Die Leute heute:

 

HANS-GEORG KRAHE-WALSDORF

wohnt in Wachtberg. Von 1992 bis 1996 spielte er in der Oldie-Band „Under The Blu(e)s“. Von 2002 an übernahm er die Rhythmus- gitarre und den Gesang bei der Oldie-Band „Time Bandits“. 2014 verstärkte er eine Kölner Band und
seit Anfang 2015 tritt er in dem Trio "Mixed-Up 015" auf.

               MIXED-UP 015

 

WILFRIED NIEHAUS

war lange Zeit Inhaber des Fach- geschäfts „Radio Niehaus“ in Kessenich. Er wohnt heute in Königswinter-Bockeroth.

DIETER HOFFMANN

wohnt in Swisttal.

WOLFGANG SCHWIPPER

wohnt in Bornheim.

 

HELMUTH HECK

wohnt in Troisdorf.

BERND KRAHE

war bei der Stadt Bonn tätig. Er wohnt in Wesseling.

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BERGERS BN-BEAT