"KASKADE" - Estermannstr. (ca.) 150, Bonn-Graurheindorf - abgerissen
Die „Rheinterrasse Auweiler“, ein Tanzlokal aus der Kaiserzeit, ...
Eine alte Aufnahme der "Rheinterrasse Auweiler"

... wurden etwa Mitte der 60er vom Beat geküsst. Vielleicht in Anlehnung an den gleichnamigen Beatschuppen in Köln an einem der Ringe, nannte sich das altehrwürdige Lokal in

„KASKADE“

um und bot unter der Leitung von

Erwin Wilden

, einem ehemaligen Boxer, der unter anderem die

JAILBIRDS

und die Kölner

GANG

managte, etlichen Bonner Bands die Möglichkeit, sich auf der Bühne auszutoben.
Das Ergebnis eines Beat-Festivals im "Kaskade": Sieger wurden die RATS aus Bad Godesberg, gefolgt von den FIRESTONES und den UNKONWNS.

Hier spielten, meistens Sonntag nachmittags zum Tanztee, unter anderem die BARONS, die DUSTY

BIRDS, die FIRESTONES, die FIVE PEERS, die GIANTS, die RATS, die SCHORY SOUNDS aus Köln, die UNKNOWNS und die VAGABONDS.

Nachdem das „Kaskade“ 1967 in „CLUB 67“ umbenannt worden war, erlangte es in den 70ern als „Rheinterrassen / Saal Bellawuppdich“ einen bundesweiten Bekanntheitsgrad. „Bella“ und „Wuppdich“ waren die beiden Hunde des damaligen Betreibers, die neben den durch den vom Betrieb des Saales ausgehenden Belästigungen, wie zum Beispiel Lärm und streunende Punks, ebenfalls zu Beschwerden der Nachbarn beim Ordnungsamt der Stadt Bonn führten. Überregional bekannt, insbesondere im Köln – Düsseldorfer Raum, wurde der „Saal Bellawuppdich“ durch eine Vielzahl von Auftritten bekannter Gruppen aus den Bereichen Punk und „neue deutsche Welle“, wie zum Beispiel Nena (bevor sie mit ihren 99 Luftballons davon schwebte), Embryo, Morgenlatte, Dead Kennedys. Auch BAP und Lake und Casey Jones a. t. New Governors gaben hier ihre musikalische Visitenkarte ab.

Nach einem Brand 1980 war Schluss mit Musik. Die Rheinterrassen wurden abgerissen und machten einer Wohnbebauung Platz.
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BERGERS BN-BEAT