„PICCADILLY“ – Bahnhofsvorplatz (heute: „Am Hauptbahnhof“), 53111 Bonn  - abgerissen

Was das „STORYVILLE“ für Köln war, war das „PICCADILLY“ für Bonn: Hier spielten regionale, überregionale und internationale Bands.

Das zu den Fritzen-Betrieben gehörende Lokal befand sich schräg gegenüber vom Bonner Hauptbahnhof, links neben den DAB-Stuben.

Der rote Pfeil markiert die Stelle, wo sich das "PICCADILLY" befand.

Ganz links sind die "DAB-Stuben" zu sehen.

Blick vom Bahnhof aus.

Blick vom ehemaligen Rheinuferbahnhof aus - hier haben

bereits die Abrissarbeiten für die Umgestaltung

des Bahnhofsvorplatzes begonnen.

Von der Straße kommend, ging es im Eingangsbereich des Hauses rechts ins Lokal, das ein sich, von der Straße aus gesehen, nach hinten ziehender Schlauch war. Ursprünglich am Kopfende gelegen, befand sich die Bühne später gegenüber der Theke, die sich links vom Eingang stand.

                 Der Blick von der Theke zur gegenüber liegenden Bühne.

Das
„PICCADILLY war nicht nur ein reiner Auftrittsort für Live-Bands, sondern hatte schon sehr früh auch eine Schallplattenbeschallung (Diskothenbetrieb). Türsteher war eine Zeit lang der ehemalige Boxer Erwin Wilden, der sich unter anderem auch als Manger der JAILBIRDS und der GANG aus Köln betätigte sowie das KASKADE in Graurheindorf betrieb.

Im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn und dem damit verbundenen vollständigen Umbau des Bahnhofvorplatzes wurde das
„PICCADILLY“ Anfang der 70er abgerissen.

Im "PICCADILLY" spielten unter anderem:

Die ACTS aus Schweden, die HIER mit ihrer Single "I GUESS SO" zu hören sind, ...

... die BEATNIKS, ...

                  Die BEATNIKS mit ihrem Manager vor dem "PICCADILLY".

... die FOUR ROSES, die JAILBIRDS, die schwedischen LORDS, die MONKS, ...

Die MONKS, allesamt ehemalige in Gelnhausen in Hessen stationierte amerikanische Soldaten, nannten sich zunächst 5 TORQAUYS, bevor sie von 1965 an bis 1967 mit Tonsur, schwarzer Kleidung und einem Strick um den Hals versehen, als MONKS auftraten. Statt mit einer Rythmusgitarre, spielten sie mit einem Banjo; ihr Musikstil war hart und rau und wird heute als Vorwegnahme der Punk-Musik der 70er beschrieben. Sie veröffentlichten mehrere Singles sowie die LP "BLACK MONK TIME".

Hier geht es zu ihrer HOME- PAGE, und hier sind sie 1966 mit dem Titel "Oh how to do now" im "BEAT-CLUB" zu hören und zu sehen.

... die PUSSYCATS aus Norwegen, ...

Diese Ehre erhielten nicht viele Künstler in ihrem jeweiligen Heimatland: In Norwegen schafften es die PUSSYCATS nicht nur in die Hitparaden, sondern auch auf eine Briefmarke. In ihrer aktiven Zeit von 1963 bis 1967 veröffent- lichten sie 2 LPs und 10 Singles.

HIER sind sie mit dem Titel "Don't love me" zu hören.

... die REBBELS aus Koblenz, die im Dezember 1966 drei Wochen lang im "PICCADILLY" spielten, ...

Die REBBELS auf der Bühne im "PICCADILLY".

HIER sind sie mit dem Titel "MONKEY MONKEY" zu hören.

... die SHAMROCKS aus Schweden, die mehrmals hier auftraten, ...

Ausnahmsweise nicht im "PICCADILLY, " sondern "nur" im

"Zirkus Krone" in München: Die SHAMROCKS.

Viele Bonner Bands übernahmen die Stücke der SHAMROCKS -

so fand sich zum Beispiel "Don't say" im Repertoire der

GUARDS und "Things will turn out right tomorrow" in

dem von PINKY BLUE wieder.

                   Der Titelsong der LP "SMOKERINGS" erschien auch

                                    als Single. Er ist HIER zu hören.

... die THUNDERBIRDS aus Remagen, ...

Die THUNDERBIRDS

... die WAYFARERS aus Schweden ...

... sowie die WE FOUR aus Irland.

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