Die Geburt der CREATURES war eine lange: Im Februar oder März 1966 treffen sich drei Klassenkameraden der rU2a des Beethoven-Gymnasiums in Limperich bei Uli von Schoenebeck im Wohnzimmer, wo ein Flügel steht: Neben dem Gastgeber der andere große Musiker der Klasse, Dieter Jentsch, mit seiner neuen Höfner-Akustik, sowie der instrumentale Nobody Raimund Kurscheid. Am Ende des Nachmittags beschließt man, eine Band zu gründen. Raimund, da er nichts kann, soll Schlagzeug spielen. Außerdem soll der Klassenkamerad Friedel Emmerich mit seiner Gitarre dazu kommen.


Die ersten Probleme: Wo soll man üben? In Friedels Zimmer in der Beueler Rheinstraße gibt´s kein Klavier - also ohne Uli. Der gründet sehr bald eine andere Band zusammen mit den Gitarristen Harald Heim und Alexander Vogt (aus derselben Klasse) und dem Schlagzeuger Hans-Joachim Raupp aus der Griechisch-Klasse. Ironie der Geschichte: Diese Band hat lange vor allen anderen hier erwähnten den ersten Auftritt noch im selben Jahr bei einem Fest des Gymnasial-Turnvereins des Beethoven-Gymnasiums. Ulrich von Schoenebeck spielte danach bei der Formation SMILING UNDERSTATEMENT weiter.


Raimunds Eltern erklären ihren Sohn für verrückt und damit seinen Schlagzeug-Plänen ein für allemal eine Absage: Was bleibt ihm anderes übrig als zu singen, was ohnehin sonst keiner will? Als neuer Schlagzeuger wird Klassenkamerad Helmut Esser gewonnen. Der bringt nicht nur eine Persil-Trommel mit, sondern ist vor allem ein begnadeter Radio-Bastler. Er elektrifiziert die akustischen Gitarren. Die ersten Stücke werden geübt: Barabara Ann, Mr. Tambourine Man, Over and over, Poor Boy. Dann hat Dieter Jentsch zuerst eine E-Gitarre von Höfner und dann auch eine andere Band – die WAYOUTS. Die anderen meinen, das geht nicht, man muss einer Band treu sein - also raus! Nachfolger wird Hermann-Josef Anlauff, auch aus der Klasse (9 von 20 spielen in Bands!). Friedel Emmerich, der bis dahin Bass auf einer Wandergitarre mit zwei Bass-Seiten spielte, übernimmt die zweite Gitarre. Raimund Kurscheid soll endlich ein Instrument lernen und Bass spielen. Drummer Helmut Esser singt von jetzt ab.


In den Sommerferien 1966 jobben fast alle, um sich ein Equipment zulegen zu können. Übungsraum wird das Zimmer von Helmut Esser in der Siegburger Straße in Beuel. Jetzt spielt man unter anderem Stücke von den Rolling Stones, den Beatles und den sehr progressiven Yardbirds. Einen Namen hat die Band aber noch immer nicht
Weitere personelle Veränderungen ergeben sich dann im Herbst 1966: Leadgitarrist Herman-Josef Anlauff darf nicht mehr. Für ihn kommt zum ersten Mal ein Schüler, der nicht auf dem Beethoven-Gymnasium sitzt: Horst (Nachname nicht mehr bekannt) vom Kalkuhl Gymnasium. Raimund Kurscheids Bass-Künste bleiben bescheiden. Er steigt im November aus und findet in Küdinghoven die
COUNTS, mit denen er im März 1967 seinen ersten Auftritt haben wird. Er wird ersetzt durch einen namentlich nicht mehr bekannten Schüler aus der rU1b. Im Laufe des Frühjahrs kommt noch der Organist N. Kranz – Sohn des Druckereibesitzers – hinzu. Diese Fünf, nämlich

          Helmut Esser (dr),
          Friedel Emmerich (g),
          N. Kranz (key),
          Horst ? (lg) und
          N. N. (b),

legen sich den Namen
CREATURES zu und spielen zumindest bis 1969/70.

Dem oben zu sehenden Programmauszug aus der Clubzeitung des "Clubs der OT" (Kölnstr. 6) ist zu entnehmen, dass die CREATURES am 11.11.1967 dort einen Auftritt hatten. Fotos von der Band liegen leider nicht vor.

Die Leute heute:

HELMUT ESSER

wohnt in Stuttgart.

FRIEDEL EMMERICH

 

wohnt in Bonn-Oberkassel

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