Die DUSTY BIRDS wurden von Ernst-Martin Heel und Peter Millowitsch 1964 am Ernst-Kalkuhl-Gymnasium in Oberkassel gegründet. Peter Millowitsch war zu jener Zeit Internatsschüler und mit Ernst-Martin Heel in einer Klasse.
Ernst-Martin Heels Vater als Schulträger des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums und Internatsleiter sprach damals von Schülern, die dieses oder jenes angestellt hatten, gerne von "ihr staubigen Vögel"! Eine Basedrum mit der Aufschrift "Dusty Birds" fanden die beatinteressierten Schüler auf einem Speicher der Schule. Der Name stammte noch von einem "Bunten Abend", wie man Internatsveranstaltungen zu jener Zeit nannte. Die Jungs übernahmen das Schlagzeug und auch den Namen, denn der hatte ja durchaus seine Bedeutung für sie. Des Weiteren wurden alte Schulverstärker, Lautsprecherboxen und Ähnliches requiriert, um die Band "weiterzuentwickeln". Natürlich hörte man die neuen Songs in mühevoller Kleinarbeit von den schon verkratzten Platten ab. Schon bald bestanden die
DUSTY BIRDS im Wesentlichen aus den Mitschülern

          Ernst-Martin Heel (g),
          Peter Millowitsch (dr),
          Jens
          Thommy und
          Uwe.

Im Zeichensaal der Schule wurde geprobt und auf dem naheliegenden Speicher entstand ein Raum zur Unterbringung der Anlage.

Die ersten Auftritte hatten die
DUSTY BIRDS zunächst bei verschiedenen Anlässen in der Schule. Peter Millowitsch konnte sich letztendlich mit seiner Tätigkeit als "Drummer" nicht so recht anfreunden und so übernahm

          Klaus Zimmermann (dr),

ebenfalls ein Internatsschüler aus Bonn, die Funktion des Schlagzeugers für die weitern zwei bis drei Jahre.

Emi, Jens, Klaus, Thommy, Uwe


Was spielte man? Stones, Kinks, Lords, manchmal Beatles usw. bis hin zu simplen Reißern wie "Lets go "!

Den ersten öffentlichen Auftritt hatten die
DUSTY BIRDS im Oberkasseler "Hotel zur Post", heute ein Einrichtungshaus neben "Kaffee Breuer". Oberkassel hatte den Beat entdeckt, Peter Millowitsch wurde als "Publikumsmagnet" auf das Plakat gesetzt und ab ging die Post. Die Jugendlichen unterstützten den Sound der Band durch rhythmisches Schlagen irgendwelcher Flaschen auf vor ihnen stehenden Stühlen des großen Hotelraums. In den Pausen musste hier und da der Lötkolben seinen Dienst tun, wenn wieder irgendetwas im elektronischen Bereich versagte. Aber das gehörte einfach dazu.

Zweimal wurden die DUSTY BIRDS für den Mittelball der Tanzschule Elly Herbst auf einem Rheindampfer engagiert. Als Gitarrist bekam Ernst-Martin Heel zu diesem Anlass durch einen Bekannten eines Freundes eine Vox-Anlage. Das war ein Gefühl wie "Mercedesfahren" für jemanden, der sonst nur mit einer Isetta durch die Gegend fährt !

Es folgten Auftritte in einem Königswinterer Hotel. Hier hatte Jupp Gassen - ein Kommunalpolitiker und Karnevalist aus Oberkassel, nach dem die heutige Jupp Gassen Halle in Oberkassel benannt ist - die DUSTY BIRDS gemanagt. Private Veranstaltungen wurden bespielt, Auftritte in der Tapetenfabrik in Beuel etc. und natürlich auch der Auftritt im "
KASKADE" am 18.6. 1966.

Schon nach drei Stücken mussten die DUSTY BIRDS die Bühne wieder verlassen, und zwar wegen der „schwulen Show des Sängers", wie es später hieß. Das "Schwule" bestand darin, dass er mit dem Mikrofonständer zwischen den Beinen wie Mick Jagger über die Bühne galloppierte und dabei das Sendermikrofon aus der Halterung nahm und wie ein Lasso durch die Luft schwang. Diese Anlage gehörte allerdings nicht den DUSTY BIRDS, sondern einer Profiband des "KASKADE", die Angst um ihr Eigentum hatte, wild fuchtelnd vor der Bühne stand und dafür sorgte, dass die DUSTY BIRDS bald wieder von eben dieser Bühne verschwinden mussten.

Als die Mitglieder dieser Schülerband vor dem Abitur standen, war kaum noch Zeit für die Fortführung des geliebten musikalischen Engagements. Die Folge war, dass die
DUSTY BIRDS sich irgendwann um 1967 auflösten.

Die Leute heute:

ERNST-MARTIN HEEL

wurde Kunstmaler und betreibt ein Atelier in Bonn (
www-heel-kunst.de).
Nach dem Tod seines Vaters Karl-Ferdinand übernahm Ernst-Martin Heel
zusammen mit seinem Bruder Franz-Christoph im Jahr 2001
die Schulträgerschaft des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums.

PETER MILLOWITSCH

wurde Schauspieler und übernahm nach dem Tod seines Vaters
Willi das Millowitsch-Theater in Köln.

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