PINKY BLUE fand sich im Frühjahr 1966 in Bonn am KAISERBRUNNEN zusammen. Mit von der Partie waren

          Günther „Gunnar“ Thomas (voc)
          Ulrich „Uli-Poff“ Hübinger (g, voc)
          Klaus „Pacey“ Patzke (b)
          Klaus Berger (g)
          Klaus Möhle (dr).

1966 - v.l.: Günter Thomas, Klaus Möhle, Klaus Berger, Klaus Patzke - unten: Ulrich Hübinger

Maßgeblichen Einfluss an der Findung des ungewöhnlichen Bandnamens hatte Ulrich Hübinger, der immer für eine Überraschung und ungewöhnliche Einfälle gut war. Schon seinen Spitznamen „Uli-Poff“ erwarb er sich dadurch, dass er auf sein T-Shirt in großen Lettern „POW“ schrieb, was von möglicherweise der englischen Sprache nicht so ganz Mächtigen dann konsequent als „POFF“ ausgesprochen wurde. Allein vom Titel her bemerkenswert war auch eine seiner Eigenkompositionen, die er „My little green dog“ nannte und die die Band dann auch spielte.

Als seine schulischen Leistungen nicht mehr den elterlichen Vorstellungen entsprachen, schloss sein Vater (Professor an der Uni Bonn) Uli-Poffs Gitarre kurzerhand in seinem Büro in der Uni ein. Als Uli-Poff dann nachmittags ohne Gitarre im Übungskeller erschien, lehnte er sich an den Türrahmen und sagte in Anlehnung an einen Song der Gruppe „Them“ ganz trocken: „It’s all over now, Pinky Blue“. Der Bandname PINKY BLUE stellte einen Kompromiss dar. Nach Vorschlag von Ulrich Hübinger sollte die Band sich eigentlich „Pinky Blues“ nennen, was die anderen Bandmitglieder jedoch ablehnten, da der Name doch zu sehr an eine bestehende britische Band erinnerte.

Säulenheilige -

Klaus Möhle, Klaus Berger (oben), Klaus Patzke (erschöpft),

Günter Thomas, Ulrich Hübinger (unten)

PINKY BLUE, die immerhin einen eigenen Fanclub hatten, orientierten sich musikalisch an den Pretty Things, an Them, den Who und auch an den Small Faces.

PINKY BLUE 1966 - oben: Klaus Patzke - in der Mitte: Uli Hübinger, Klaus Berger, Klaus Möhle - unten: Günther Thomas (desorientiert)

Nachdem ein bühnentaugliches Repertoire einstudiert war, trat die Band im Frühherbst 1966 im EV. GEMEINDEZENTRUM BEUEL-SÜD erstmals öffentlich auf. Kurz darauf, im Frühherbst 1966, verließ Klaus Möhle die Band. Für ihn setzte sich
 

         Horst Kessel (dr)

hinters Schlagzeug.

                                                   Horst Kessel

In der neuen Besetzung folgten weitere Auftritte im
EV. GEMEINDEZENTRUM BEUEL-SÜD, so unter anderem am 15. Oktober und am 26. November.

            Im Evangelischen Gemeindezentrum Beuel-Süd: Horst Kessel

und Klaus Patzke

Bei dem Konzert am 15. Oktober traten neben PINKY BLUE auch die BLACK BIRDS, eine Band aus dem Ruhrgebiet, und am 26. November auch die KILLJOYS auf.

                 Klaus Berger mit seiner Hagström Gitarre. Oben sind die

Auftrittsplakate zu sehen.

Als Beueler Band trat man natürlich häufiger im Rechtsrheinischen auf, so zum Beispiel auch im RICKY DAY CLUB in Geislar, im BONANZA in Niederholtorf oder im KATH. PFARRHEIM ST. JOSEPH in Beuel. Ohne großen Erfolg blieb die Teilnahme am Beatfestival am 4. März 1967 im BONNER BÜRGERVEREIN, bei dem man lediglich im hinteren Feld landete.

                    Klaus Patzke und "Gunnar" Thomas im Evangelischen

Gemeindezentrum Beuel-Süd

Pech hatte PINKY BLUE mit Foto- und Fernsehaufnahmen. So wurden bei einer professionellen Foto-Session Bandfotos geschossen, die dann als Hintergrundfotos auf Getränkekarten dienen sollten. Dieses Projekt hat genauso wenig die Öffentlichkeit gesehen wie ein Fernsehfilm, der im Februar 1967 unter anderem im Keller vom CLUB DER OT“ in der Kölnstraße für das ZDF gedreht wurde. PINKY BLUE kam dabei die Aufgabe zu, bei einer sich auf der Tanzfläche ereignenden Schlägerei im Hintergrund die aufspielende Beatband zu mimen. Gesendet wurde der Film jedoch nicht.

Unterstützung bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit erhielt die Band durch die Druckerei Bayley in Küdinghoven, die mehrfach kostenlos Auftrittsplakate druckte.

                 Auch im Jugendheim Haus Michael spielte PINKY BLUE

anlässlich eines Klassentreffens.

Die geplante Teilnahme von PINKY BLUE an einem Beatfestival im BEUELER RATSSAAL am 5. Mai 1967 kam nicht zustande, da Klaus Berger Anfang Mai die Band verließ

Im weiteren Verlauf schieden auch noch Ulrich Hübinger und Klaus Patzke aus. Für sie kamen

          Poul Larsen (g),
          Lars Larsen (b) und
          Gerd Weber (g)

in die Band. Die beiden Larsen-Brüder waren die Söhne des damaligen dänischen Botschafters in Bonn.

Ende 1967 war PINKY BLUE dann nur noch Geschichte.

WEITERE FOTOS VON PINKY BLUE:

"Uli-Poff" Hübinger, Günther Thomas und Klaus Patzke in Aktion

Günther "Gunnar" Thomas

Horst Kessel

                   Unter den bewundernden Blicken der weiblichen Gäste:

"Gunnar" Thomas

Klaus Berger und Ulrich Hübinger

Mit geliehenem Schlagzeug der ebenfalls im Ev. Gemeindezentrum

Beuel-Süd spielenden KILLJOYS : Ulrich Hübinger, Klaus Berger,

Horst Kessel und Günther Thomas

Die Leute heute:

 

KLAUS PATZKE

wohnt heute in Rheinbach
und betrieb bis Mitte 2010 dort

denJeansladen "PINKY BLUE"
in der Weiherstr. 4-6.


pinky-blue@gmx.de

Dr. ULRICH HÜBINGER

lebt in Berlin.

 

HORST KESSEL

wohnt in Remagen und spielt dort
in der Formation "Helena Barreto & Latenite".

 

KLAUS BERGER,

Verfasser dieser Homepage, ist im Ruhestand und wohnt in Bonn.

 

GÜNTHER "Gunnar" THOMAS

lebte lange in Mombasa, Kenia, ist seit einigen Jahren aber wieder in Bonn.

 

GERD WEBER

lebt in Bonn, spielt bei

ELECTRIC SANDWICH und DOUBLE HEART mit.
Er ist über
gerard.weber@web.de
erreichbar.

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