Die GUARDS pflegten einen perfekten, mehrstimmigen Harmoniegesang und waren, wie die Bonner Presse es ausdrückte, die „Gentlemen“ unter den Bonner Beatgruppen - sie zählten zu den „großen“ Bonner Bands. Und dazu kam es folgendermaßen:

Im Herbst 1965 gründeten die Nachbarskinder bzw. Mitschüler

          Karl-Heinz Schwamborn (dr, voc)
          Matthias (Alfred) Bauer (g, key, voc)
          Ulrich Schicke (b, voc)
          Ronald Gimpel (g)

im Keller des in der Bonner Innenstadt in der Friedrichstraße 16 (heute hat das Haus die Nr. 21) gelegenen Hauses Schwamborn („Nähmaschinen Schwamborn“) die
GUARDS.

Fingen als typische Schülerband an - die GUARDS: Matthias (Alfred) Bauer, Ulrich Schicke, Ronald Gimpel und hinten (kopflos) Karl-Heinz Schwamborn

Dieser Keller,
der – wie der „Cavern Club“ in Liverpool – ein rundes Gewölbe war, wurde mit Hilfe von Wolfgang „Kookie“ Kühne

                                             "Kookie" Kühne heute

Friedhelm „Freddy“ Troisdorf – beide gehörten zum engsten Freundeskreis der
GUARDS - zu einem Übungs- und Partykeller, dem Guards-Keller, ausgebaut.

Im GUARDS-Keller, dem Bonner "Cavern Club": K.-H. Schwamborn

U. Schicke und M. Bauer unter dem Kellergewölbe

Im November 1965 ging es dann los: Es wurden „Supreme“-Verstärker angeschafft und Radios sowie Tonbandgeräte dienten zusätzlich als Verstärker. Karl-Heinz Schwamborn kaufte sich sein erstes Schlagzeug - ein altes Jazz-Schlagzeug mit großer Base-Drum:

Am 1. Januar 1966 war es endlich so weit: Die GUARDS hatten ihren ersten öffentlichen Auftritt in der von Ronald Gimpels Eltern betriebenen Gaststätte „Zum Dompfaff“ auf der Hausdorffstraße. Schon am 22. Januar 1966 folgte der nächste Auftritt, und zwar im Akademischen Ruderclub“ ARC.

Im "Akademischen Ruderclub" - v.l.: Ulrich Schicke, Ronald

Gimpel, Matthias (Alfred) Bauer, Karl-Heinz Schwamborn

               Karl-Heinz Schwamborn und Ronald Gimpel (mit Schlüssel)

Der dritte öffentliche Auftritt in diesem Monat fand am 29. Januar statt. Diesmal waren die
GUARDS zu Gast im Rechtsrheinischen, nämlich im Ev. Gemeindezentrum Beuel-Süd.

Der erste Erfolg wurde am 19. Februar 1966 eingespielt, als die
GUARDS an einem Beatfestival im HIDEAWAY TEENCLUB in der amerikanischen Siedlung in Bad Godesberg-Plittersdorf teilnahmen. Von den 5 angetretenen Bands belegten sie hinter den amerikanischen GREMLINS den 2. Platz.

                        Eine Stimmkarte aus dem Hideaway Teen Club

Wie könnte es zu Karneval am Rhein auch anders sein, zumal Karl-Heinz Schwamborn schon Erfahrung als Kinderprinz in Bonn hatte: Am Rosenmontag, dem 21. Februar, spielten die
GUARDS vor dem Hause Schwamborn in der Friedrichstraße zu dem dort vorbeikommenden Rosenmontagszug.

Im März konnte die Anlage der
GUARDS verbessert werden: Sie holten sich bei „MUSIK PAULUS“ in der Rathausgasse einen Hohner- Verstärker.

Am 4. Mai 1966 hatten die
GUARDS ihren ersten Auftritt im „BUS-STOP“. Die eigene, in Karl-Heinz Schwamborns Tagebuch festgehaltene Einschätzung zu diesem Auftritt lautete: „Scheiße“!

Nachdem Ronald Gimpel am 5. Mai die Band verlassen hatte, kam schon am 11. Mai

          Bernd Oetting (g, voc)

als neuer Sologitarrist für ihn in die Band.

                 Die "neuen" GUARDS: Karl-Heinz Schwamborn, Matthias

             (Alfred)  Bauer,  Ulrich Schicke und "Newcomer" Bernd Oetting

Der erste Auftritt mit ihm erfolgte am 21. Mai 1966 im „Akademischen Ruderclub“ ARC. Weitere Auftritte im Mai folgten im
Evangelischen Gemeindezentrum Beuel-Süd sowie im „BUS-STOP“.

                Zur Fahndung ausgeschrieben: Karl-Heinz Schwamborn,

              Bernd Oetting, Ulrich Schcicke und Matthias (Alfred) Bauer

Bei dem am 4. Juni 1966 im
„BONNER BÜRGERVEREIN“ ausgetragenen Beatfestival spielten sich die GUARDS auf den 1. Platz, den sie sich allerdings mit den CLASSIC MODS aus Bad Honnef teilen mussten. Das musikalische Highlight ihres dortigen Auftritts war der Titel „Wild thing“, bei dem Karl-Heinz Schwamborn die Blockflöte blies und Matthias (Alfred) Bauer für ihn am Schlagzeug saß.

        Beim Beatfestival im Bürgerverein: Hinten Karl-Heinz Schwamborn,

           Ulrich Schicke, Matthias (Alfred) Bauer und vorne Bernd Oetting

Nachdem die
GUARDS im Juli 1966 zusammen mit den JAILBIRDS im JUGENDHEIM BAD GODESBERG aufgetreten waren, spielten sie am 29. Oktober im „BUS-STOP“ anlässlich dessen Neueröffnung.
Das Jahr 1966 wurde durch Auftritte im Jugendheim Bad Godesberg und im ERNST-MORITZ-ARNDT-GYMNASIUM im November, sowie durch Auftritte im AKADEMISCHEN RUDERCLUB ARC, im „Bonner Ruderverein“ sowie im JUGENDHEIM BAD GODESBERG abgeschlossen.

                        Ulrich Schicke und Matthias (Alfred) Bauer im

                                       Jugenheim Bad Godesberg

Da das Tagebuch von Karl-Heinz Schwamborn für das Flower-Power-Jahr 1967 nicht mehr auffindbar ist, sind für dieses Jahr auch nur wenige Auftritte überliefert. Fest steht aber, dass die
GUARDS im April zusammen mit den CONCENTRIC MOVEMENT im CLUB DER OT in der Kölnstraße spielten...

       Matthias (Alfred) Bauer an

                    den Tasten

...und am 18. Juni 1967 bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in der STADTHALLE BAD GODESBERG auftraten.

Geprobt wurde im "GUARDS-KELLER" jede Woche:

   Ulrich Schicke bespricht etwas

      mit Matthias (Alfred) Bauer

         Karl-Heinz Schwamborn

Sicher ist auch, dass sie am 23. Juli 1967 bei einer „Riverboat-Shuffle“ des CLUBS DER OT, Kölnstraße, nach Linz den Ton angaben. Auf einem vom „CLUB DER OT“ gemieteten großen Ausflugsdampfer der „Köln-Düsseldorfer- Rheinschiffahrtsgesellschaft“ (weiße Flotte) ging es von Bonn nach Linz, wo die GUARDS in einem hierfür vorbereiteten Lokal spielten. Abends erfolgte dann, ebenfalls auf dem Rhein, die Rückfahrt nach Bonn.

                         Aus der Mitgliedszeitschrift des "Clubs der OT"

Am 23. September 1967 fand in der
Rüngsdorfer Schwimmbadgaststätte ein "Hippie-Happening" statt, das die GUARDS musikalisch begleiteten:

Die "Kavaliere" waren: Klaus Patzke (PINKY BLUE), Wolfgang Kühne

und Klaus Möhle (PINKY BLUE)

Einen weiteren Auftritt hatten sie am 15. Oktober 1967 anlässlich des 10. Jahresfests des CLUBS DER OT, Kölnstraße, im „Studio“ der „BEETHOVENHALLE. Im „CLUB DER OT“ selbst spielten die Jungs dann noch am 29. Oktober sowie am 12. und 25. November 1967.

                   Ausschnitt aus dem Mitgliedsheft des "Clubs der OT"

Im Jahr 1967, was wegen des für dieses Jahr fehlenden Tagebuchs aber nicht mehr kalendarisch festgelegt werden kann, wurden die
GUARDS von Peter Jakobi (der unter anderem auch die JAILBIRDS unter seinen Fittichen hatte) gemangt, der ihnen auch zumindest einen Auftritt im "Schützenhof" in BN-Tannenbusch verschaffte.

Im „CLUB DER OT“ ging es im Januar des Jahres 1968 weiter. In diesem Monat folgten sodann noch weitere Auftritte im „HIDEAWAY TEENCLUB“ in Plittersdorf, im
„BEETHOVEN GYMNASIUM“ sowie in der SPORTHALLE BEUEL, wo sie zusammen mit den TAKE 5, den FIRESTONES und der CONCENTRIC MOVEMENT spielten:

In den Folgemonaten wurden bespielt: „CLUB DER OT“, „BUS-STOP“,...

      Eintrag im Kassenbuch des "BUS-STOP" über die Gage der GUARDS.

..."BEETHOVEN GYMNASIUM“, "
HEINRICH-HERTZ-BERUFSKOLLEG, ein Konzert in Euskirchen mit den CATS, SPORTHALLE DUISDORF, JUGENDHEIM ST. MARIEN und der „HIDEAWAY TEENCLUB“ in Plittersdorf. Interessant in diesem Zusammenhang sind die dabei erzielten Gagen: Im „CLUB DER OT“ erhielt man 250 DM, im „HIDEAWAY TEENCLUB“ 200 DM, im „BUS STOP“ und der SPORTHALLE DUISDORF 440 DM und in der SPORTHALLE BEUEL, der STADTHALLE BAD GODESBERG sowie dem JUGENDHEIM BAD GODESBERG 240 DM.

Wer weiß, ob es an der guten Bezahlung lag, aber in der DUISDORFER SPORTHALLE waren die GUARDS heimisch. Deshalb soll ihr dortiges Konzert am 1. Mai 1968 hier einmal ausführlicher in Bildern dargestellt werden:

Nach dem obligatorischen Sound- check, hier durch Bernd Oetting,...

...konnte das Konzert beginnen (Karl-Heinz Schwamborn).

Und ab geht die Post - v.l.: Matthias (Alfred) Bauer, Ulrich Schicke,

Bernd Oetting, Karl-Heinz Schwamborn

Das Publikum fand offensichtlich großen Gefallen an der

Musik der GUARDS.

v.l.: Matthias (Alfred) Bauer, der sowohl die Orgel als auch die Rhythmusgitarre bediente, Ulrich Schicke, Bernd Oetting und

Karl-Heinz Schwamborn

Eine typische Situation: Das Warten auf das nächste Stück in der

Hoffnung, dass doch noch jemand zum Tanz auffordert.

                       Und so sah es derweilen auf der Tanzfläche aus!

Ein am 8. Juni 1968 geplanter Auftritt im „HIDEAWAY TEENCLUB“ in der amerikanischen Siedlung in Plittersdorf wurde wegen der Ermordung von Robert Kennedy abgesagt. Zusammen mit den
SONS OF JOVE spielten die GUARDS am 22. Juni 1968 im AUERBERGHAUS.

Bernd Oetting kann's am 15. Juni 1968 in der Bad Godesberger Stadthalle auch blind.

"Speedy Gonzales" Oetting in der Bad Godesberger Stadthalle...

...begleitet von Ulrich Schicke

Am 7. Juli 1968 spielten sie gemeinsam mit den FIRESTONES und den SUNBEAMS im „BONNER BÜRGERVEREIN“.

Wie bei allen Bands, so spielte auch bei den
GUARDS der Bandbus eine ganz besondere und auch wichtige Rolle, diente er doch nicht nur dem Transport der Instrumente und der Anlage. Den ersten Bus hatten sie schon "Pauli" getauft, den zweiten, einen Ford, nannten sie konsequenterweise dann auch "Pauli 2":

Da die gesamte Anlage der Band im "GUARDS-KELLER" in der Friedrichstraße 16 (heute 21) gelagert wurde, war das Beladen des Bandbusses mitten in der Bonner Innenstadt durchaus problematisch:

Wie unten zu sehen ist, nahm's die Band letztendlich doch relativ ausgelassen hin,...

...auch wenn es bei der Vielzahl der Auftritte zu teilweise herzzerreißenden Abschiedsszenen auf der Friedrichstraße kam:

                         Bernd Oetting nimmt Abschied von seiner Gabi.

Für Aufregung sorgte ein für den 12. Juli 1968 in der
UNI-MENSA geplantes Konzert, an dem neben den GUARDS auch die CONNECTION, die SUNBEAMS sowie die FIRESTONES teilnehmen sollten, das aber abgesagt werden musste, weil die Bands bei Vertragsschluss betrogen worden waren.

Technische Neuerungen gab es am 13. August 1968, als die GUARDS in Köln eine Verstärker-/Boxenanlage der Marke Teisco kauften und Bernd Oetting sich eine Hagström-Gitarre zulegte. Den Kauf der Teisco-Anlage haben die GUARDS allerdings schnell und nachhaltig bereut.

Im September und Oktober gab es Auftritte unter anderem im
„AMOS-COMENIUS-COLLEG“, im „1600 CLUB“, im „WEEKEND“ in Roisdorf, im Gymnasium Tannenbusch, in der BEETHOVENHALLE beim Schulfest des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, im BONANZA sowie in einer voll besetzten Halle in Bad Brückenau in Hessen. In dieser Zeit teilte Ulrich Schicke den Bandmitgliedern mit, dass er studienbedingt die GUARDS zum Jahresende verlassen würde.

Zum 11-jährigen Bestehen des "CLUBS DER OT" spielten Karl-Heinz, Bernd, Mathias (Alfred) und Ulrich zusammen mit der
CONCENTRIC MOVEMENT sowie den SONS OF JOVE am 13. Oktober 1968 im "Studio" der "BEETHOVENHALLE".

Nachdem die GUARDS am 3. November 1968 ´mal wieder einen Auftritt im „CLUB DER OT“, Kölnstraße, absolviert hatten, ...

...rissen bei Karl-Heinz Schwamborn bei einem Fußballspiel am 7. November die Außenbänder am Fuß. Trotz dieses Handicaps spielte er mit den GUARDS schon am Folgetag in der UNI-MENSA, Nassestraße, auf einer Veranstaltung des Personalrats der Sparkasse Bonn. Und auch am 9. November musste Karl-Heinz mit lädiertem Fuß die Fußmaschine bedienen, und zwar im JUGENDHEIM ST. MARIEN. Weitere Auftritte folgten im „HIDEAWAY TEENCLUB“ und im JUGENDHEIM BAD GODESBERG.

Dass im November auch schon an das nächste Jahr gedacht wurde, zeigt der unten zu sehende Vertrag mit Werner Schemuth, dem Vorsitzenden der "Schwimmsportfreunde (SSF) Bonn". Die SSF waren regelmäßiger Veranstalter der drei großen Kostümfeste "Das Bunte Aquarium", "Der Paradiesvogel" und "In Neptuns Reich" in der BEETHOVENHALLE, zu denen die
GUARDS aufspielen sollten:

Der Dezember 1968 gestaltete sich als ein überaus ereignisreicher Monat für die GUARDS: Am 1. Dezember ruft Walter Kettmann von den TAKE 5 bei Karl-Heinz Schwamborn an und teilt ihm mit, dass die TAKE 5 sich aufgelöst haben. Das eröffnete natürlich neue Perspektiven für eine mögliche Nachfolge für den ausscheidenden Ulrich Schicke. Zunächst aber spielen die GUARDS in alter Besetzung weiter in Aachen im Neuen Kurhaus zum Nikolausfest der Bauingenieure der RWTH Aachen. Weiter geht es am 14. Dezember im Hauptgebäude der Universität Bonn, wo sie zusammen mit der CONCENTRIC MOVEMENT und den FIRESTONES zum Uni-Winterfest aufspielen. Am 15. Dezember treten sie im legendären „Southborder Jazz Club“ in Bad Honnef beim „Nuss-Cola-Ball“ auf.

Mittlerweile war es beschlossene Sache, dass von den aufgelösten
TAKE 5

          Walter Stremmel (voc)

und der den ausscheidenden Ulrich Schicke ersetzenden

          Walter Kettmann (b)

bei den
GUARDS einsteigen würden. Am 19., 20. und 21. Dezember wurde bereits gemeinsam geprobt, da am 22. Dezember ein ganz besonderer Auftritt bevor stand: Zusammen mit der GROOVY INSPIRATION, dem ELECTRIC SANDWICH und dem SUNDAY FEELING sollten sie zu einer Weihnachtsveranstaltung in der BEETHOVENHALLE auftreten. Hierbei sollte es auf der Bühne während des Auftritts der GUARDS zu dem geplanten Wechsel in der Bandbesetzung kommen, indem Ulrich Schicke im ersten Teil des Auftritts am Bass spielt und dann von Walter Kettmann abgelöst wird und Walter Stremmel sich ans Mikro stellt. Genauso ist es auch gelaufen, wobei die GUARDS in der neuen Besetzung insbesondere mit dem Titel „With a little help from my friends“ begeisterten. Dass während dieser Veranstaltung beim Auftritt von ELECTRIC SANDWICH  allerdings auch ein Striptease auf der Bühne erfolgte, hat dem Auftritt der GUARDS nicht geschadet.

Am 28. Dezember 1968 erfolgte ein weiterer wichtiger Einschnitt im Werdegang der Band: Die GUARDS schlossen einen Managementvertrag mit Roger Horné (später langjähriger Amerika-Korrespondent des Nachrichtensenders NTV und jeden Abend bei dem Sender "NRW-TV" zu sehen), der die Band professionell vermarkten sollte.

Rechts neben Bernd Oetting und Walter Kettman: Roger Horné

Zunächst jedoch konzentrierten sich die GUARDS noch auf den Bonner Raum. Neben einem in der Tat seltenen Auftritt in Siegburg, nämlich im Servatiushaus, ...

...gab es im Januar 1969 Auftritte im „Southborder Jazz Club“ in Bad Honnef, im „CLUB DER OT, Kölnstraße“, in der TOT“ (Club 23) in Poppelsdorf, im "Bunten Aquarium" in der „BEETHOVENHALLE“ sowie im FRIEDRICH-EBERT-GYMNASIUM.

Die ersten Schritte in Richtung einer professionellen Vermarktung der
GUARDS erfolgten am 19. Januar 1969, als vor dem Poppelsdorfer Schloss folgende schöne Fotoaufnahmen der neu formierten Band gemacht wurden:

Vor dem Poppelsdorfer Schloss stehen v. l. n. r.: Walter Stremmel, Matthias (Alfred) Bauer, Walter Kettmann, Karl-Heinz Schwamborn und Bernd Oetting.

Dieses Bild wurde später eines der am häufigsten gezeigten

Fotos der GUARDS.

          Leicht zu erkennen, dass dieses Foto im Januar gemacht wurde!

Karnevalistisch begann der Februar 1969, nämlich mit einem Auftritt im „Paradiesvogel“ in der „BEETHOVENHALLE“, wo die
GUARDS unter anderem mit den SILHOUETTES spielten, sowie einem Auftritt in „Neptuns Reich“. Weitere Auftritte im Februar folgten in der DUISDORFER SPORTHALLE, in der Technischen Hochschule Aachen auf dem Architektenball, im Kolpinghaus Bad Honnef, in der „TOT“ in BN-Poppelsdorf sowie im „JUGENDHEIM ST. MARIEN“ in der Adolfstraße.

In den Äther ging’s am 22. Februar, als Walter Stremmel zu Gast in der von David Lamb moderierten „Saturday Show“ des BFBS (British Forces Broadcast Service) in Köln war. Eine Woche später, nämlich am 28. Februar, waren Karl-Heinz Schwamborn und Walter Stremmel in Luxemburg zu Gast in der „Funkkantine“ von Radio Luxemburg.

Die Öffentlichkeitswirkung dieses Auftritts bei Radio Luxemburg war, wie anhand der danach eingegangenen Fan-Post festzustellen war, enorm:

Den Aufenthalt in Luxemburg nutzten die GUARDS für einen Auftritt am darauf folgenden Samstag, dem 1. März, in der Diskothek „Le Versaille“.

So wurden die GUARDS in der luxemburgischen Presse angekün- digt.

Aber auch der Bonner "General-Anzeiger" hatte von dem nun auch überregional wachsenden Bekanntheitsgrad der GUARDS Notiz genommen und stellte die Band in einer seiner Ausgaben noch einmal vor:

Nach Auftritten im März und April u. a. im Kolpinghaus in Bad Honnef beim „Nuß-Cola-Ball“, im ÄNNCHEN in Bad Godesberg, ...

...im „WEEKEND“ in Roisdorf, im „CLUB DER OT", Kölnstraße, ...

...sowie im „HIDEAWAY TEENCLUB“ in Plittersdorf und in der „TOT“ in Poppelsdorf, also dem „Bühnenalltagsgeschäft“, zeigten die GUARDS am 3. Mai ihre neuen Bühnenanzüge anlässlich einer Foto-Session am Bonner Stadttheater:

Kaum hatten Karl-Heinz, Matthias (Alfred), Bernd, Walter K. und Walter S. die neuen Anzüge ausprobiert, ...

...fielen die GUARDS vor lauter Begeisterung schon über den ersten Kinder- wagen her.

Nach einigen Verzögerungen war zwischenzeitlich die schon lange angekün- digte SIngle der GUARDS erschienen.

Eigentlich waren es die TAKE 5, die die Aufnahmen Ende 1968 in einem Studio des Saarländischen Rundfunks in Saarbrücken eingespielt hatten. Dabei handelte es sich um "You make me feel alright", eine Eigenkomposition des TAKE 5-Organisten Niggi Lehmann, sowie die Coverversionen von "I put a spell on you", "Daytripper" und "When something is wrong". Da die TAKE 5 sich Ende 1968 auflösten und die Aufnahmen dennoch erscheinen sollten, entschloss man sich, die Platte unter dem Bandnamen GUARDS erscheinen zu lassen, zumal zwei ehemalige Mitglieder der TAKE 5 jetzt bei den GUARDS spielten. Auf dem Coverfoto allerdings sind noch die TAKE 5 zu sehen:

Am 8. Mai 1969 war Walter Stremmel in einem Interview auf der „Europawelle Saar“ zu hören und musste auch andernorts, nämlich auf dem Standesamt, auf neugierige Fragen antworten:

Nach Auftritten im Mai im „HIDEAWAY TEENCLUB“ in Plittersdorf, im „CLUB DER OT“, Kölnstraße, und im Kurhaus in Bad Honnef, starteten die GUARDS am 23. Mai auf dem Rhein und vor 900 Zuschauern auf der „MS Berlin“, einem Dampfer der „Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrtsgesellschaft", zu einer Rheintour. Anlass hierzu gab ein Ausflug der „Kaufmännischen Bildungsanstalten II“ der Stadt Bonn.

Nach dem oben bereits beschriebenen „Bühnenalltag“ mit Auftritten im Juni 1969 im „CLUB DER OT“, Kölnstraße, im „JUGENDHEIM ST. MARIEN“, im „HIDEAWAY TEENCLUB“, im BEETHOVEN-GYMNASIUM sowie in der SPORTHALLE DUISDORF für die Schützenbruderschaft St. Hubertus, ...

Fein 'rausgeputzt für die Schützen- brüder: Matthias (Alfred) Bauer

Im Trachten-Look für die Schützenbrüder: Karl-Heinz Schwamborn

Walter Stremmel

Walter Kettmann

...kam es Ende Juni zu dem bisher bedeutendsten Auftritt der GUARDS: Am 28. Juni fuhren sie nach Zürich zu Fernsehaufnahmen für das schweizerische Fernsehen. Am folgenden Tag, dem 29., pflegten sie den Müßiggang und legten Gesangsproben bei Ruderausflügen auf dem Zürichsee hin:

Walter Stremmel - blauer Dunst auf blauem See

Walter Kettmann - hat gut lachen

Karl-Heinz Schwamborn und Matthias (Alfred) Bauer ziehen durch.

Bernd Oetting lässt rudern.

 

Am 30. Juni schließlich traten die GUARDS dann im schweizer Fernsehen in der Sendung „Hits à Go Go“ zusammen mit Julie Felix und Michel Polnareff auf. Sie spielten ihren Single-Titel „I put a spell on you”, der in den schweizerischen Charts bis auf Platz 17 kletterte. Recherchen beim schweizerischen Fernse- hen ergaben, dass Aufzeichnun- gen über diese Sendung nicht mehr existieren.
Der Tag wurde abends mit einem Auftritt im Züricher „Club Mas- tte“ abgeschlossen.

In den Folgemonaten Juli bis November 1969 gaben die GUARDS den Ton an in der „TOT“ Poppelsdorf, im „CLUB DER OT“, ...

...fünfmal in der Diskothek „Anaconda“ in Bernkastel-Kues, ...

...im „Southborder Jazz Club“ Bad Honnef, im „HIDEAWAY TEENCLUB“, im Kurhaus Bad Honnef sowie im Jugendheim „ST. MARIEN“. Ihren letzten Auftritt im Jahr 1969 hatten sie am 20. Dezember bei einer „Beat-Show“ im neu erbauten „Bonn-Center“.

Das Jahr 1970 war das letzte
GUARDS-Jahr. Es begann mit Auftritten im „CLUB DER OT“, Kölnstraße, auf den Karnevalsveranstaltungen „Das Bunte Aquarium“, „Der Paradiesvogel“ und „In Neptuns Reich“ in der „BEETHOVENHALLE“, ...

Karl-Heinz Schwamborn, Walter Kettmann und Walter Stremmel tauchen

am Karnevalssonntag, dem 8. Februar, in "Neptuns Reich" ein...

                    ...um tags darauf, am Rosenmontag, im Jugendheim

                                       St. Marien weiter zu machen.

...in der GODESBERGER STADTHALLE, im JUGENDHEIM ST. MARIEN sowie im „HIDEAWAY TEENCLUB“.

Im März oder im April 1970 verließen Walter Stremmel und Walter Kettmann die GUARDS und reformierten die
TAKE 5 als TAKE 5+2. Ersatz kam in der Person von

          Detlev Langhans (b, voc),

der bis dahin bei den
RATS gespielt hatte.

Nachdem man zunächst für circa sechs Wochen

          Frank Böttcher (voc),

mit dem die
GUARDS in dieser Zeit mindestens einen öffentlichen Auftritt, nämlich im "Club der OT" hatten, und danach auch eine Sängerin sowie zwei Bläser ausprobiert hatte, ohne die rechte Freude daran gefunden zu haben, hörte die Band auf. Die Bandmitglieder hatten ohnehin für sich bereits entschieden, nicht ins Profilager zu wechseln und stattdessen ihre beruflichen Ausbildungen fortzusetzen bzw. zu studieren. Die GUARDS spielten am 12. Juni 1970 in der Bad Godesberger STADTHALLE zum letzten Mal zusammen und gaben nach einer langen und erfolgreichen Zeit ihre musikalische Wächterfunktion auf.

 

Die Leute heute:

 

KARL-HEINZ SCHWAMBORN

befindet sich nach 24 Jahren als Geschäftsführer der

Fa. Neuman & Esser GmbH, Mahl- und Sichtsysteme, nunmehr im Ruhestand, wohnt nach wie vor in Bonn und ist über die E-Mail-Anschrift karl.schwamborn(at)outlook.de

zu erreichen

BERND OETTING

lebt in Naples (Florida) und ist
über die E-Mail-Adresse

bernardoetting(at)comcast.net
zu erreichen.
Wie er, seine Gibson und seine Marshall-Anlage sich anhören, kann über

https://www.youtube.com/watch?v=gNC5rfdCdGs
bewundert werden.

 

MATTHIAS BAUER

ist Rechtsanwalt in Bonn und hat die Kanzleianschrift Am Neutor 5, 53113 Bonn,Tel. 0228-264550
E-Mail:
ra-matthiasbauer@t-online.de

 

ULRICH SCHICKE

lebt in Wiesbaden und kann unter

ulrich.schicke@googlemail.com
ulrich.schicke@gmx.de
urlich.schicke@t-online.de
erreicht werden.

 

WALTER STREMMEL

wohnt in Bonn und ist Mitinhaber des HiFi-Studios

FME Elektroakustik, Kaiserstr. 9
(0228-224477)

 

WALTER KETTMANN

wohnt in Bonn und gelegentlich auch im Piemont, wo er ein traumhaft schönes Ferienhaus zu vermieten hat (siehe
http://www.cascinaornati.com).

RONALD GIMPEL

lebt in Bonn.

 

Dr. DETLEV LANGHANS

wohnt in Bornheim und ist weiterhin musikalisch aktiv. Nachdem er bei Semmels Hot Shots, Red Hot Beans
Frankfurt, Dr. Jazz Ambulance

und den Seatown Seven mitspielte, zupft er heute
den Bass bei den Dreamboat Serenaders Frankfurt.

 

ROGER HORNÉ,

ehemaliger Manager der Guards, war lange Zeit Chef- Korrespondent des Nachrichtensenders NTV in Washington und (fast) jeden Abend auf dem Sender
"NRW-TV" in den Sendungen
"Horné Live" und "Horné Goes Music" zu sehen.

Im Juli 2015 ist er auf Mallorca gestorben.

FRANK VAN DE LAAR (Böttcher)

ist im Juli 2017 gestorben.

 

 

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